- Kunde
- DH electronics GmbH
- Branche
- Embedded-Hardware
- Standort
- Bergen im Chiemgau, Deutschland
- Leistung
- Brand Kit
- Schwerpunkte
- KI-Workflow, Faktenbasis
Über DH electronics GmbH
DH electronics entwickelt seit mehr als 30 Jahren Embedded-Lösungen in Bergen im Chiemgau: System on Modules, HMIs und IoT Gateways, mit 10+ Jahren Langzeitverfügbarkeit. Den Schwerpunkt bilden kundenspezifische Projekte auf dieser Basis. Die Zielgruppe ist technisch, das dafür nötige Produktwissen tief, und jeder veröffentlichte Satz muss fachlich stimmen.
Auf einen Blick
- Einheitlich über alle Kanäle: Tonalität, Sprache und Schreibweisen bleiben gleich, auch wenn mehrere Personen schreiben oder Zuständigkeiten wechseln.
- Kontext an einem Ort: Produktwissen, Sprache und freigegebene Fakten liegen gesammelt vor, zu jeder Aussage läuft die Quelle mit.
- Fachabteilungen entlastet: Ein Fakt wird einmal erklärt und freigegeben und steht danach für jeden Beitrag bereit.
- Zeit für Themen: Das Angleichen von Ton und Schreibweisen fällt weitgehend weg, die Zeit geht in Themenfindung und Recherche.
Der Ausgangspunkt
Marketing Managerin Miriam Mühlberger befasste sich seit Längerem mit der Frage, wie sich KI sinnvoll in die Content-Erstellung einbinden lässt. Ein Muster zeigte sich dabei früh, unabhängig davon, mit welcher Anwendung gearbeitet wurde: Die Ergebnisse waren sprachlich sauber und trotzdem flach. Texte, die nach Marketing klangen, ohne eine Aussage zu tragen oder etwas Neues zu sagen. Dem Werkzeug fehlte schlicht die Grundlage: Produkte, Sprache und Zusammenhänge lassen sich nicht in einem Prompt vermitteln. Daraus entstand die Frage: Wie bekommt man all das, was die Kommunikation eines Unternehmens ausmacht, an einen Ort und in eine Form, mit der sich wirksam arbeiten lässt?
Hinzu kommt, dass an den Inhalten von DH electronics viele mitwirken: die Entwicklung, das Produktmanagement, die Geschäftsführung, dazu die eigene Recherche. Das macht die Texte fachlich belastbar und lässt sie zugleich auseinanderlaufen. Jeder bringt eigene Begriffe mit, eine eigene Tonalität, eine eigene Schreibweise. Über Jahre, über Kanäle und über wechselnde Zuständigkeiten hinweg verschiebt sich beides, ohne dass es im einzelnen Text je auffiele.
Sichtbar wird es erst in der Summe. Und es kostet Aufwand: Jeder Beitrag ist fachlich zu prüfen und zusätzlich auf Begriffe, Schreibweisen und Ton hin anzugleichen. Diese Arbeit fällt bei jedem Beitrag an und bindet Zeit, die sonst in die Themen fließen könnte.
Der Ansatz
Dafür haben wir ein Brand Kit aufgebaut: eine geprüfte Wissensbasis mit Kernbotschaft, Zielgruppen, Tonalität und Schreibweisen bis hin zum kleinen „e" in DH electronics, dazu die Produktfakten mit Quelle und Freigabestatus. Was bestätigt ist, darf nach außen; was offen ist, bleibt als sichtbare Frage im Dokument stehen, bis die zuständige Kollegin oder der zuständige Kollege sie beantwortet hat. Dazu kommt eine Don't-Liste mit allem, was nicht in externe Texte gehört.
Die erste Fassung haben wir im Vorfeld erstellt. Geschärft wurde sie über mehrere gemeinsame Termine sowie über ein Experten-Interview mit dem Produktmanagement und direkt an realen Inhalten getestet. Das war DH electronics wichtig: Das Kit entsteht aus dem, was das eigene Team weiß und freigibt, statt von außen über das Unternehmen geschrieben zu sein.
Das Kit im Einsatz
Das Kit ist die Arbeitsgrundlage in einem KI-Projekt, auf das das Marketing zugreift. Ein Briefing nennt daher nur noch, was die Situation ausmacht: Anlass, Kanal, Zielgruppe, Kernaussage. Tonalität, Vokabular, Schreibweisen und die freigegebenen Fakten bringt das Kit von selbst mit.
Der erste Entwurf trägt damit bereits die Marke. Was ihm fehlt, ist der letzte Schliff: die persönliche Note, der aktuelle Praxisbezug, das Urteil darüber, ob das Thema in diesem Moment trägt. Genau dort setzt Miriam an, statt Schreibweisen zu vereinheitlichen und Specs nachzuschlagen.
Vor der Veröffentlichung läuft der Text noch einmal gegen das Kit: Angaben zur Verfügbarkeit, Zertifikate, Produktnamen, Aussagen mit regulatorischem Bezug. Auffälligkeiten werden offen benannt und bleiben sichtbar.
Derselbe Kern lässt sich anschließend über die Kanäle führen, ohne die Fakten erneut zu prüfen. Ein Produkt-Launch erscheint auf LinkedIn englisch und in voller technischer Tiefe, auf Meta deutsch, kürzer und näher an der Community. Auch die Regeln dafür stehen im Kit, bis hin zur Frage, wo der Link steht und wo stattdessen ins Profil verwiesen wird.
Was in Abstimmungen, Interviews und Freigaben neu geklärt wird, fließt zurück. Es wird gesammelt, geprüft und nach Bestätigung in die Faktenbasis übernommen.
Das Ergebnis
- Konsistenz, unabhängig von der Person: Tonalität, Sprache und Schreibweisen bleiben einheitlich, über alle Kanäle und auch dann, wenn mehrere Personen an denselben Inhalten arbeiten, jemand vertreten wird oder sich Zuständigkeiten verschieben.
- Kontext an einem Ort: Das gesamte Wissen ist gesammelt und nachschlagbar, statt sich in Köpfen und Mail-Verläufen zu verteilen. In Verbindung mit KI-Anwendungen ist das der entscheidende Punkt. Miriam: „Diesen kompletten Kontext kann ich in einem einzelnen Chat gar nicht herstellen.“ Mit dem Kit im Hintergrund werden die Ergebnisse deutlich konkreter und spezifischer, vor allem aber überprüfbar, weil zu jeder Aussage die Quelle mitläuft.
- Entlastung der Fachabteilungen: Ein Fakt wird einmal erklärt und steht danach dauerhaft zur Verfügung. Die zuständigen Fachbereiche werden gezielt eingebunden, statt jede Textrunde erneut zu begleiten; freigegeben wird der Fakt und nicht jeder einzelne Beitrag, in dem er vorkommt.
- Zeit für Themenfindung statt für Korrekturen: Weil Ton, Schreibweisen und geprüfte Fakten im Brand Kit hinterlegt sind, fällt die Ebene weitgehend weg, die jeden Text sauber macht, inhaltlich aber nichts beiträgt. Genau das schafft Zeit für das Wesentliche: Themenfindung, Recherche, strategische Planung und die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen, etwa aus Entwicklung und Produktmanagement, aus denen die Inhalte überhaupt erst entstehen.
Das Kit lebt von dem, womit es gefüttert wird, und das kommt aus dem Unternehmen selbst. KI ist eine Ergänzung, und wie gut sie arbeitet, hängt an der Grundlage, die sie bekommt. Das Brand Kit schafft diese Grundlage, und es wächst mit: Jedes Experten-Interview, jede Korrektur und jeder neu bestätigte Fakt macht es belastbarer. Wie sich das Kit pflegen und weiterführen lässt, habe ich in den gemeinsamen Terminen anhand realer Beispiele vermittelt.
Über The B2B Answer
The B2B Answer baut Brand Kits für B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten: eine geprüfte Wissensbasis aus Positionierung, Sprache und Fakten, die Marketing-Teams mit KI nutzbar macht und Fachabteilungen entlastet. Sollen wir über Ihr Brand Kit sprechen? Erstgespräch buchen.