Die erarbeiteten Standards sind für uns eine wertvolle Grundlage, um Kommunikations­maßnahmen effizient umzusetzen.

Karlheinz Brandelik
Karlheinz BrandelikGeschäftsführer bei Wirtschaftsförderung Amberg

Mit dem neuen Markensystem können wir unsere Ideen und Projekte deutlich einfacher, professionell und markenkonform realisieren.

Christoph Fuchs
Christoph FuchsWirtschaftsförderer bei Wirtschaftsförderung Amberg

Die Herausforderung: eine Website, über Jahre gewachsen

Die Website der Wirtschaftsförderung Amberg war über Jahre entstanden. Viele Personen hatten daran gearbeitet, neue Seiten kamen dazu, jede ein bisschen anders gebaut als die vorige. Das Ergebnis war ein System, das schwer zu pflegen war.

Die typischen Folgen einer über Jahre gewachsenen Seite:

  • Inkonsistentes Design von Seite zu Seite
  • Ein überladenes Menü, in dem man sich verlor
  • Jede Änderung brauchte Begleitung von außen
  • Ohne gemeinsamen Baukasten ließ sich die Seite kaum eigenständig pflegen

Der Wunsch der Geschäftsführung war klar: das Ruder behalten und verhindern, dass sich die Seite immer wieder neu ausfranst.

Die Lösung: Subtraktion vor Addition

Der erste Schritt war nicht, mehr zu bauen, sondern weniger. Statt das vorhandene Durcheinander zu erweitern, wurde es auf ein klares System reduziert.

Die Maßnahmen im Überblick:

  • Priorisierung statt Vollständigkeit: Die 23 wichtigsten Seiten wurden als Basis genommen, statt alles auf einmal anzufassen.
  • Ein reduziertes Komponenten-System: Rund 16 Komponenten statt der befürchteten 40 bis 50. Wenige, gut gebaute Bausteine, aus denen sich alles zusammensetzen lässt.
  • Globale Pflege: Eine Änderung an einer Komponente ist überall sichtbar. Konsistenz entsteht automatisch, nicht durch Disziplin.
  • Schulung und Office Hours: Das Team wurde befähigt, selbst zu bauen, mit begleiteten Sprechstunden für einen sauberen Übergang.
  • Saubere Überschriften-Struktur: Jede Komponente bringt die richtige Heading-Hierarchie schon mit. Das hält die Seiten konsistent und sorgt dafür, dass Suchmaschinen und KI-Systeme die Inhalte sauber erfassen.
  • Schnelle, gezielte Landing Pages: Neue, thematisch fokussierte Seiten entstehen in 20 bis 30 Minuten. So kann das Team gezielt Seiten zu einzelnen Themen und Suchanfragen aufbauen, was sowohl in der klassischen als auch in der KI-Suche (GEO) hilft. Vorher war jede neue Seite ein Projekt, jetzt ist sie ein Arbeitsschritt.

Damit die Komponenten nicht nur funktionieren, sondern auch zur Marke passen, entstanden sie eng abgestimmt mit Anna-Maria Wenzel, die den Markenstil der WifAm entwickelt hat. Das Komponenten-System übersetzt ihren Markenrahmen ins Technische, sodass jede neue Seite automatisch im Corporate Design bleibt.

Das Prinzip dahinter: Subtraktion vor Addition. Erst aufräumen, dann ein System geben, das das Team selbst bedient.

Ein Beispiel aus der Praxis: der Kontaktbereich der Stadtlabor+-Seite, vorher und nachher.

Kontaktbereich nachher – im Komponenten-System gebautKontaktbereich vorher – ursprünglicher Zustand
VorherNachher
Kontaktbereich Stadtlabor+ · vorher und nachher

Das Ergebnis: Geschwindigkeit und Autonomie

Das Ergebnis ist kein fertiges Projekt, das danach wieder erstarrt, sondern ein Werkzeug, mit dem das Team weiterarbeitet.

  • Höchste Geschwindigkeit: Neue Landing Pages entstehen in 20 bis 30 Minuten statt in Stunden oder Tagen.
  • Echte Autonomie: Das Team baut eigenständig, ohne für jede Seite externe Hilfe zu brauchen.
  • Automatisierte Konsistenz: Einheitlicher Auftritt über alle Seiten hinweg durch die globalen Komponenten.
  • Skalierbarkeit: Ein Fundament, das für künftige Marketing-Kampagnen skaliert.

Der stärkste Beweis kam vom Team selbst. Eine anspruchsvolle, extern sichtbare Projektseite wurde eigenständig im System gebaut und live gebracht. Kein Workaround, keine Rückfrage in letzter Minute, sondern eine fertige Seite aus den vorhandenen Komponenten.

Fazit

Genau das ist der Punkt: nicht eine Website abgeliefert, sondern ein System hinterlassen, das das ganze Team bedient.